Kaltgepresstes Naturöl: Nachtkerze und Borretsch

Kaltgepresstes Naturöl: Nachtkerze und Borretsch für Hautgesundheit und mehr

Quälender Juckreiz, Trockenheit, Ekzeme und Entzündungen – der Leidensdruck bei chronischen Hauterkrankungen ist immens. Kortisonhaltige Salben helfen, aber machen die Haut über kurz oder lang dünn und angreifbar. Warum also  pflanzlichen Präparaten keine Chance geben? Wie dem Öl von Borretsch und Nachtkerze, im Volksmund gelbe Rapunzel genannt, das seit den 1990ern auch von Schulmedizinern bei Hautproblematiken empfohlen wird.

Was ist das Geheimnis?

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Nachtkerzenöl und Borretschöl

Die Nachtkerze ist ein Nordamerikaner

Seit dem 17. Jahrhundert ist sie mit weit über 100 Arten in Europa heimisch: Die Nachtkerze, zu erkennen an ihren gelben Blüten, die sich erst in der Dämmerung öffnen, um dann Nachtfalter mit ihrem aromatischen Duft anzulocken. Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, gedeiht die zweijährige Gemüse- und Heilpflanze hervorragend auf trocken-steinigem Boden. Von einigen wenigen Landwirten kultiviert, wird das wertvolle Öl der ungezüchteten Pflanze direkt vermarktet. Die Samen mit einem Ölgehalt von um 25 Prozent werden gereinigt und bis auf einen vorgeschriebenen Wassergehalt von maximal neun Prozent heruntergetrocknet. Die anschließende Kaltpressung garantiert, dass alle Fettsäuren, Farb- und Aromastoffe erhalten bleiben – weshalb Sie beim Kauf auf reines, kaltgepresstes Nachtkerzenöl aus kontrolliertem Anbau achten sollten. Allerdings hält sich auch kühl und dunkel gelagertes Nachtkerzenöl nach dem Öffnen nur drei Monate, weshalb sich, besonders bei Hochdosierung, die Einnahme in Kapselform empfiehlt. Denn Nachtkerzenöl enthält einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren, deren gesundheitsfördernde Wirkung in Kombination mit Borretschöl noch intensiviert wird.

Borretschöl: Reichste Linolensäure-Quelle

Borretsch? Ein Gurken- und Gewürzkraut, direkt aus dem Hausgarten, aber überall auf der Welt zu Hause! Die Raublattpflanze und Wildblume, zu erkennen an ihren behaarten Blättern und Stängeln sowie sternförmigen blauen Blüten entfaltet ihren gurkenartigen Geschmack als Gewürz in Suppen und Salaten. Doch Vorsicht: Genießen Sie Stängel und Blätter in Maßen, denn sie können durch ihre Pyrrolizidinalkaloide Ihre Leber angreifen, während der Samen des Krautes unbedenklich ist. Ebenso wie der Nachtkerzensamen macht eine Kaltpressung aus Borretschsamen ein naturbelassenes Öl mit einem hohen Anteil an Omega-6-Fettsäuren – Borretschöl gilt mit 24 Prozent als die reichste bisher bekannte Quelle von Gamma-Linolensäure (GLA). Gewusst? Unser Körper kann Omega-6-Fettsäuren nicht selbst produzieren, sondern muss sie mit der Nahrung zuführen. Essentielle Fettsäuren erhalten die Zellmembran, regeln den Cholesterinstoffwechsel und sind für die Produktion hormonähnlicher Stoffe unverzichtbar – keine Gesundheit ohne intakten Zellstoffwechsel!
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Zellen

Wie funktioniert das? Ein wenig Körperchemie

Unser Körper braucht Gamma-Linolensäure: Diese entsteht auf Basis von Cis-Linolsäure aus der Nahrung unter Beteiligung des Enzyms Delta-6-desaturase Gamma-Linolensäure, die sich in Prostaglandin E1 verwandelt. Diese Substanz regt den Stoffwechsel zum Aufbau von Fettzellen an, senkt den Cholesterinspiegel, stärkt das Immunsystem und unterstützt das hormonelle Gleichgewicht. Entsprechend wird es benötigt, um Hautentzündungen entgegenzuwirken. Wo das Enzym zur Umwandlung der Linolensäure fehlt (Desaturase Defekt) oder nicht genug Linolsäure zur Verfügung steht, sind all diese Prozesse beeinträchtigt. Ein Mangel, den Nachtkerzenöl über seinen hohen Anteil an Gamma-Linolensäure abhilft. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, dem Körper täglich 10 Gramm Linolsäure zuzuführen. Sie rauchen, ernähren sich ungesund und mit zu viel an gesättigten Fettsäuren, genießen zuviel Alkohol und/oder haben zu wenig Bewegung und zu viel Stress? Dann könnte der wichtige Umwandlungsprozess gestört sein – Entzündungsreaktionen der Haut und weitere Problematiken sind nicht selten die Folge.

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Nachtkerzenöl: Hautwirkung in Studien nachgewiesen

Laut Prof. Dr. Meurer, Dermatologische Klinik München, konnten Gaben von Nachtkerzenöl bei mehr als zwei Dritteln der Patienten mit Neurodermitis schon gute Erfolge im Bereich Symptomlinderung, bei jedem dritten Betroffenen eine Stabilisierung bewirken. Auch in kosmetischer Hinsicht entfaltet Nachtkerzenöl positive Effekte – etwa bei brüchigen Nägeln, Haarausfall oder Hauttrockenheit durch Hautalterung. Denn leider produziert der Körper im Alter immer weniger der wichtigen Gamma-Linolensäure. Bei Gaben von Borretschöl konnte eine sichtbare Verbesserung befallener Hautpartien und ein Nachlassen des Juckreizes beobachtet werden.
Inzwischen haben sich über 500 internationale Studien mit dem Nachtkerzenöl – der Evening Primrose – beschäftigt. Eine davon ist die Untersuchung von Muggli (Systemic evening primrose oil improves the biophysical skin parameters of healthy adults). Hier wurde das Nachtkerzenöl oral als Softgel-Kapsel zu dreimal je 500 mg zweimal pro Tag über zwölf Wochen verabreicht. Nachdem Parameter wie Hautfeuchtigkeit, Rötungen, Festigkeit, Rauheit und Elastizität geprüft wurden, kommt die plazebokontrollierte Studie zu folgendem Ergebnis: Gammalinolensäure als essentielle Fettsäure hat entscheidenden Einfluss, was die Funktion und optimale Struktur der Haut angeht. Fakt ist, dass Nachtkerzen- und Borretschöl so genannte Prostaglandine aufbauen, die den Stoffwechsel der Haut, vor allem die Talgabsonderung, positiv beeinflussen helfen und gefäßerweiternd wirken.

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Nachtkerzenöl und Borretschöl: Das können sie außerdem!

Nachtkerzenöl unterstützt auch die Pollenallergie-Prävention und lindert akute Schub-Symptome. Empfohlen wird, in der allergiefreien Zeit (November/Dezember) mit der Einnahme zu starten. Bei prämenstruellem Syndrom (den Beschwerden an den Tagen vor der Periode) kann Nachtkerzenöl lindernd wirken sowie in den Wechseljahren das hormonelle Gleichgewicht unterstützen (Hitzewallungen, Krämpfe). Übrigens hat auch die Tierheilkunde die Nachtkerze entdeckt – speziell für Hunde und Pferde, die an fettiger oder schuppiger Haut, Haarausfall und Hautreizungen durch Parasitenbefall leiden.

Äußerlich? Innerlich? Borretsch und Nachtkerze anwenden

Nachtkerzenöl als pflanzliches Heilmittel ist als Salbe, Creme oder Lotion erhältlich. Wird das Öl äußerlich unverdünnt aufgetragen, verbessert es durch seine essentiellen Fettsäuren, die Bausteine von Phospholipiden sind, die Geschmeidigkeit der Haut – denn aus diesen besteht die Hautzellenmembran. Dazu reguliert Borretschöl die Hautfeuchtigkeit – und schützt und nährt besonders trocken-gereizte und reife Haut und kann die Hautalterung verzögern. Ölumschläge entfalten bei Neurodermitis, Juckreiz, Rötung und Schuppung ihre Wirkung.
Und innerlich? Wirkt 100 Prozent naturreines Borretschöl und Nachtkerzenöl plus Vitamin E als zertifiziertes Nahrungsergänzungsmittel – am besten ohne künstliche Farbstoffe, Duftstoffe, Konservierungsmittel und Schwermetalle, umhüllt von einer Kapselhülle aus Rindergelatine. Die hochdosierten Ölkapseln lassen sich bequem, am besten mit viel Flüssigkeit – wie Mineralwasser – möglichst zu den Hauptmahlzeiten einnehmen, da wertvolle Fettsäuren so am effektivsten verfügbar sind.
Wobei sich die Wirkungen von Nahrungsergänzungsmitteln, gestützt auf gängige Richtlinien, je nach betroffener Person unterscheiden können – im Zweifelsfall sollten Sie daher immer Expertenrat einholen. Schließlich können sie eine gesunde Lebensweise nicht ersetzen! Auch schnelle Wunder und Soforteffekte bewirken Nachtkerzenöl und Borretschöl nicht. Haben Sie ein wenig Geduld, wie bei sehr vielen pflanzlichen Produkten: Die spürbare Verbesserung, etwa von Hautleiden, braucht Zeit – etwa zwischen vier bis zwölf Wochen.

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